Über mich

Autorenvita: (mit gekürzter, langweiligerer Version ganz unten)

Hin und wieder frage ich mich, ob Sternzeichen, Mondphase und Geburtstag und –zeit wirklich einen Menschen bestimmen, aber das ist was für Philosophen. Ich meine, ich denke zwar gerne, aber ich studiere es nicht. Was ich studiere, steht in einem anderen Absatz.

Es gibt Menschen, deren Leben sind von Anfang an spektakulär. So spektakulär, dass man Biographien darüber schreiben kann. Ob meins dazu gehört, kann ich nicht sagen. Mein Baujahr lautet 1996 – nein, nicht im VW-Werk Hannover, aber auf jeden Fall in der Region der, laut Statistik, grünsten Großstadt Deutschlands. In den ersten drei Jahren krabbelt und taumelt man sich durchs Leben, wobei man in Klammern anmerken kann, dass ich Vogelgezwitscher bis zum Alter von dreieinhalb nicht kannte… Dafür aber fast das gesamte dicke Märchenbuch von Oma auswendig. Die gute Frau hat sich heiser gelesen. (Man merkt schon, dass Geschichten mein Ding sind, oder?) Das ging so weiter im Kindergarten, wo ich in der Draußen-Spielen-Stunde lieber drinnen bleiben und Bilderbücher anschauen wollte, als im Sand zu graben und mich um die letzte freie Schaukel zu prügeln (ich wünsche mir übrigens immer noch fliegen zu können). Selbiges galt dann auch für die Grundschule, wo die Bücherei nur Dienstags und Donnerstags geöffnet war. Dafür wusste ich, wie man sich tolle Aufsätze ausdenkt. Und, hey, wer kann schon von sich behaupten, mehr als einmal damit punkten zu können, dass man die Märchen von den Gebrüdern Grimm und Hans Christian Andersen in und auswendig kannte? (Die schien niemand zu kennen, ich war wirklich entsetzt!) Bis ich selber richtig lesen konnte, musste Papa mir jeden Abend vorlesen – Schmöker wie Jim Knopf, Pippi Langstrumpf und Peterchens Mondfahrt wurden meine Lieblinge. Doch das, was mich endgültig in die Welten der Fantasie gezogen hat, war Die Unendliche Geschichte.

Der Wechsel in die weiterführende Schule (anfangs Realschule, später Gymnasium) hatte vor allem einen Vorteil: Unbegrenzter Bibliothekszugang! Würde ich dort reinspazieren, die gute Frau Bibliothekarin würde mir sofort um den Hals fallen und ich meine Nase in die Neuzugänge stecken. Traditionen müssen gehalten werden. Um die langen Jahre meiner Mittelstufenschullaufbahn zusammenzufassen (die sind jetzt wirklich nicht erzählenswert), ich fand, dass Manga reichlich unterschätzt wurden und echauffiere mich da immer noch über die geringe Meinung meiner Eltern, ich fing an, schlechte Fan-Fictions zu schreiben, die ich nach zehn Seiten ohnehin alle wieder weggeworfen habe (die längste war in der neunten Klasse mal zu House of Night, das mussten über 50 Seiten gewesen sein), UND – ganz wichtig – es fiel so etwas wie der Startschuss für das, was später Tales of Elvastron werden sollte.

Das war 2008. Alles fing an mit einem Videospiel namens Super Mario Galaxy für die Nintendo Wii. Grandioses Spiel, es ist GIGANTISCH-FANTASTISCH, was die Entwickler sich da ausgedacht haben. Natürlich mussten auch hier Fan-Fictions her, zu einem bestimmten Charakter, der zwar eine kleine Hintergrundgeschichte hatte, die aber immer noch genug Platz für Fantasie ließ. Zum Beispiel, um ihr eine Tochter anzudichten, die aus welchem Grund auch immer in den Weiten den Universums verloren ging, keine Ahnung von nichts hat – von dem surrealen Gefühl abgesehen, dass sie irgendwie anders ist – und Mutter und Tochter finden irgendwie durch Zufall oder Schicksal wieder zusammen. Anfangs hab ich es gehypet, dann verschwand es zeitweilig in meinem Hinterkopf, bis 2011 SMG2 erschien und alles wiederauflebte. Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Mario… Moment, falscher Fandom. Aber nun, die alten Geschichten kamen aus den Tiefen meines Gehirns gekrochen und vermengten sich nun mit Ideen zahlreicher anderer Geschichten, die ich bis dahin konsumiert hatte (und zwar mit der Saugkraft eines Hochleistungsstaubsaugers). Obwohl der Kern von Mutter und Tochter blieb, wandelte sich alles, entfernte sich von der Fan-Fiction-Kategorie und allmählich entwickelte sich in verschiedensten Versionen eine eigene Welt daraus. Von jeder Version gab es mehrere Ansätze, und tatsächlich wurde jede immer länger, mit jeder wurde diese Welt ein Stückchen größer. Dann war es 2014, meine lauchige Wenigkeit hatte in der elften Klasse mit den Noten zu kämpfen und brauchte irgendetwas, das ablenkte. Elvastron – die Welt hatte endlich einen Namen – brauchte nur noch einen Feinschliff: Weg mit den vielen Klischees, die die Welt noch hatte! Deswegen ist der wahre Dunkle König auch nicht böse, sondern einer der – meiner Meinung nach – coolsten Charaktere des Universums. Licht und Dunkelheit definieren nicht mehr Gut und Böse, um nur eines von vielen Klischees zu nennen, denen ein saftiger (pardon) Arschtritt erteilt wurde. Der Startschuss fiel im Sommer 2014.

Fun-Fact: Es sollte anfangs nur eine Dilogie werden, sowie ein Buch Vorgeschichte. Wie es dann anfing zu eskalieren, dass sechs Bücher Hauptstory, vier Kurzgeschichten und ein Einzelband Vorgeschichte, sowie zwei geplante Fortsetzungen bei raussprangen, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Es ist passiert und es wird immer noch mehr. Und zweiter Fun-Fact: Fortsetzung 1 Buch 1 will ich so dringend gerne schreiben, dass es mich tierisch aufregt, praktisch noch ganz am Anfang der Reihe zu stehen. Dabei ist es eigentlich megatraurig…

Schattenlicht konnte am Sonntag, dem 15. November 2015 um irgendwann kurz nach drei Uhr morgens abgeschlossen werden und landete Anfang April 2016 bei Books on Demand. Dritter Fun-Fact, Stimmen meiner Testleser: „Wir töten dich – schreib schneller!“ Okay, Leute, ruhig… Ich hab nebenher noch Uni, vergesst das nicht! Derzeit residiert man in Dortmund, um täglich nach Bochum zu pendeln, um in einer Fachhochschule die Geheimnisse der Spieleentwicklung zu ergründen. Game Art & 3D Animation nennt es sich. Drittes Semester läuft, ebenso das Diploma-Abschlussprojekt, welches – natürlich – Tales of Elvastron als Rahmen nutzt. Ich meine, wer würde seine gigantische Fantasy-Welt denn nicht gerne selbst erkunden?! Hat jemand die Witcher-Spiele gezockt? SO müssen Spielumsetzungen von Büchern aussehen! Wer will dann noch einen Film?!?

Shim: Filme können einpacken, die werden eh nur gekürzt!

[Ich]: Sogar Serien!

Shim: Games können so viel Content bieten! *schwärm*

[Ich]: Es muss klappen! Be my fan, Shimmilein!

Shim: Yes, master! *fangirl*

[Ich]: *fangirl* *hust* Weiter im Text.

Oder eher Ende vom Text. Ich könnte noch anmerken, dass noch eine ganze Reihe weiterer Buchprojekte Schlange stehen, aber wie man bei Tales of Elvastron sieht, wenn man dem Ganzen Zeit zum reifen gibt, können da ziemlich große Sachen bei rauskommen. Grundsätzlich gilt aber, ToE ist mein Leben, meine Essenz, ohne das stünde ich nicht hier, ohne das würde mir etwas fehlen und ich wüsste nicht, wie großartig es ist, zu schreiben. Vielleicht klingt das, als wäre ich ein wenig zu überzeugt von mir, doch mal ehrlich: Welcher Autor ist das am Ende nicht, wenn die depressive Phase à la „My writing sucks“ vorüber ist.

Und jetzt die versprochene langweilige Kurzversion:

Larissa Moritz, geboren im April 1996 nahe Hannover, begann bereits im Grundschulalter zuProfilbild schreiben. Aus anfänglichen Kurzgeschichten und Schulaufsätzen wurden später Fanfictions, bis schließlich im Sommer 2014 der endgültige Startschuss für das Rohmanuskript von Shattered World: Schattenlicht fiel. Neben dem Schreiben ist sie leidenschaftliche Zeichnerin, Gamerin, Serienschauerin und natürlich Leserin. Heute wohnt sie in Dortmund und studiert in Bochum Game Art & 3D Animation.

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